Automobilindustrie sieht für 2010 Umsatzeinbrüche voraus

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht für dieses Jahr Umsatzeinbrüche im deutschen Automobilmarkt voraus. Der Präsident des VDA, Matthias Wissmann, teilte der „Süddeutschen Zeitung“ bereits am Montag, 01. März 2010, mit: „Für das Inland erwarten wir 2010 ein Zulassungsvolumen von 2,75 bis drei Millionen Pkw.“ Träfen diese Erwartungen zu, wäre dies ein erheblicher Rückgang gegenüber den Zulassungszahlen von 2009. Nicht zuletzt wegen der Abwrackprämie kam es im vergangenen Jahr zu einer Zulassungswelle von knapp 3,8 Millionen Neuwagen. Wissmann betonte zwar, das durchschnittliche Marktvolumen für 2009 und 2010 liege zusammengenommen mit über 3,3 Millionen Autos deutlich über dem langjährigen Schnitt der Vorjahre, dennoch sei klar: „2010 wird ein steiniger Weg.“

Positiver schätzte Wissmann dagegen die Entwicklungen im Ausland ein, weshalb es nun auf den Export ankomme. Insbesondere China sei als Markt interessant. „In China wurden im Januar mehr Autos verkauft als in ganz Westeuropa – und fünfmal so viele wie in Deutschland.“ Deutschland habe dort aktuell einen Marktanteil von 20 Prozent. Auch für den sich langsam erholenden US-amerikanischen Markt sieht der Präsident des VDA gute Entwicklunsgchancen. Seit Jahren steigern deutsche Anbieter dort ihre Marktanteile. Im Oberklassensegment liege dieser bereits bei 50 Prozent. Mit Blick auf die protektionistischen Tendenzen der USA betonte er aber, man müsse „sich warm anziehen, wenn man in den USA erfolgreich sein will.“ Aufgrund der wirtschafts- und handelspolitischen Entwicklungen sei es für deutsche Autobauer wichtig, mit eigenen Fabriken in den jeweiligen Märkten vertreten zu sein. Damit könne sowohl den hohen Zöllen als auch den Währungsschwankungen entgegengewirkt werden.

Gefragt, ob Subventionen für die Entwicklung und Markteinführung von Elektroautos wünschenswert seien, antwortete Wissmann: „Die Industrie will keine Subventionen für Elektrofahrzeuge.“ Allerdings müsse die Frage geklärt werden, „ob ein Elektro-Auto, das aufgrund seiner Batterietechnologie deutlich teurer sein wird als ein Auto mit normalem Verbrennungsmotor, ohne Markteinführungsimpulse“ auskommen könne. Dies müsse die Politik selbst beurteilen.

Studie: ADAC Reisemonitor 2009

Auch in Krisenzeiten behalten die Deutschen den Spaß am Verreisen. 64,5 Prozent haben für 2009 eine längere Urlaubsreise fest eingeplant. Das ergab eine Befragung des ADAC unter 4000 Mitgliedern für den Reisemonitor 2009.

Das Ergebnis: Deutschland, Italien und Österreich sind die drei beliebtesten Urlaubsländer für Familien mit Kindern. Die Plätze vier und fünf gehen an Spanien und Frankreich. Dahinter folgen Studie: ADAC Reisemonitor 2009 weiterlesen

Abwrackprämie: Automarkt stabilisiert sich

Bedingt durch die Finanzkrise und der daraus resultierenden Depression wurde der weltweite Autoabsatz im ersten Quartal 2009 stark belastet. In den Ländern, in denen eine Abwrackprämie angeboten wird, sieht es allerdings nicht ganz so düster aus. Der Autohersteller-Verband VDA sieht sogar bereits eine Stabilisierung der Märkte.

In Deutschland und Frankreich sind bspw. im März mehr Autos verkauft worden als im Vorjahr, in Italien blieb der Absatz konstant. Alle drei genannten Länder bieten eine Verschrottungsprämie an. Der positive Effekt des Konjunkturprogramms wird deutlich, wenn man dazu vergleicht, dass die Verkäufe in Europa im März um neun Prozent gesunken sind. Von Januar bis März betrug das Minus Abwrackprämie: Automarkt stabilisiert sich weiterlesen

Die neue Pendlerpauschale ist die alte

Mit großer Mehrheit hat der Bundestag die neue (alte) Pendlerpauschale beschlossen. Rückwirkend zum ersten Januar 2007 können alle Fahrten zum Arbeitsplatz wieder ab dem ersten Kilometer steuerlich geltend gemacht werden. Die Gesetzesvorlage wurde mit den Stimmen der großen Koalition, der FDP sowie der Linken angenommen, nur die Grünen stimmten dagegen. Wie es zur notwendigen Neuregelung kam, können Sie hier und hier nachlesen.

Millionen Steuerzahler können sich freuen. Gut zwei Jahre nach der Kürzung der Pendlerpauschale hat der Bundestag eine Rückkehr zur alten Regelung beschlossen. Die Entscheidung wurde von der deutschen Steuergewerkschaft (DSTG) begrüßt und als Durchbruch gelobt.

Mit dem Bundestagsbeschluss gilt auch die Sonderregelung für den öffentlichen Nahverkehr wieder. Damit sind auch Aufwendungen für Die neue Pendlerpauschale ist die alte weiterlesen

Abwrackprämie – Das müssen Sie wissen

Seit dem 14. Januar kann jeder Käufer eines Neu- oder Jahreswagens, dessen PKW älter als neun Jahre ist, die Abwrackprämie für sich geltend machen. Die Laufzeit für diese Regelung endet am 31.12.2009, trotzdem sollte man sich bei Bedarf beeilen, weil die Anzahl der eingereichten Anträge auf 600.000 Stück begrenzt ist. Die Abwrackprämie, offiziell Umweltprämie genannt, gilt ausschließlich für Privatkäufer und Fahrzeuge ab Schadstoffklasse 4. Der bisherige Wagen muss mindestens ein Jahr auf den Halter zugelassen gewesen sein. Sollte eine Autoneukauf oder Leasing für Sie interessant und die Bedingungen zur Abwrackprämie erfüllt sein, können Sie das PDF-Antragsformular hier herunterladen.

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Mehr Durchblick im Schilderdschungel

VerkehrsschilderIn Deutschland gibt es zu viele Verkehrsschilder. Dieser Meinung ist zumindest Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Aus dessen Sicht sind „viele Verkehrsschilder überflüssig“. Deshalb sollen Anfang des nächsten Jahres insgesamt 22 Verkehrszeichen abgeschafft werden. Dazu zählen beispielsweise vor Schnee- und Eisglätte warnende Schneeflocken-Schilder, Warnschilder vor einem Ufer, vor einem Fußgänger-Überweg und vor einem Bahnübergang.

Während der ADAC diesem Plan eher kritisch gegenüber steht, befürwortet der Automobilclub von Deutschland (AvD) diesen ersten Schritt zur Lichtung des komplizierten Schilderwaldes. Lob gab es auch aus den einzelnen Bundesländern. Neben einer höheren Verkehrssicherheit spare man so auch Geld.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 600 verschiedene Verkehrszeichen. Der ADAC schätzt die Anzahl der auf den deutschen Straßen vorhandenen Schilder auf 20 Millionen, ein Drittel davon sei willkürlich aufgestellt. Die Entfernung eines Schildes innerhalb einer Ortschaft kostet etwa 40 Euro, außerhalb 50 Euro.

Es sollen aber nicht nur Zeichen wegfallen. Zum 1. Januar 2009 sind auch neun neue Verkehrszeichen geplant. Dazu zählen zum Beispiel ein Zeichen für Reiter und eins für Gespannfuhrwerke.