Autofasten: Der Umwelt zuliebe über alternative Mobilitätslösungen nachdenken

logoautofasten_klein.jpgDie Fastenzeit ist für viele ein besonderer Anlass, über den eigenen Lebensstil nachzudenken und bewusster zu leben. Fasten ist dabei mehr als der bloße Verzicht auf Essen, Alkohol oder Zigaretten. Erst durch den bewussten Verzicht auf liebgewordene Dinge und Verhaltensweisen lassen sich Gewohnheiten einer kritischen Überprüfung unterziehen.

Das tägliche Fahren mit dem Auto gehört ebenfalls zum Alltag. Unabhängig davon, ob wir damit zur Arbeit, zum Einkaufen oder sogar zum Zigarettenkaufen um die Ecke fahren – dieses Verhalten wird nicht mehr hinterfragt, da es zu Gewohnheit geworden ist. Wie wäre es aber, wenn wir beim Fasten auch das Auto stehen lassen würden? Oder es zumindest optimaler nutzen würden – um der Umwelt eine Verschnaufpause zu gönnen? Die Fastenzeit kann also für jeden ein guter Anlass sein, den Gebrauch des Autos zu überprüfen und nach Alternativen zu suchen und diese auszuprobieren.

Aus diesem Grund laden die katholischen und protestantischen Kirchen in Deutschland und Luxemburg auch in diesem Jahr vom 17. Februar bis zum 16. März zum elften Mal zum „Autofasten“ ein. Auch Mitfahrzentrale.de beteiligt sich an der Aktion und möchte zusammen mit den Veranstaltern einen Anstoß zu mehr Umweltbewusstsein geben.

Autofasten heißt natürlich nicht, komplett auf das Auto zu verzichten. Bereits durch das optimale Auslasten eines Fahrzeugs sowie durch die bessere Organisation der notwendigen Fahrten lässt sich der für die Umwelt schädliche CO2-Ausstoß um die Hälfte reduzieren. Jedem, der an der Aktion „Autofasten“ teilnehmen und zugleich nicht auf das Fahrzeug verzichten möchte, sei die Internetseite www.mitfahrzentrale.de empfohlen. Die mehr als 100.000 aktuellen Angebote und Gesuche machen den Service sowohl für Fahrer als auch für Mitfahrer gleichermaßen interessant. Für Berufspendler bietet sich die Internet-Seite www.pendlernetz.de an. Hier können auch für relativ kurze Strecken Fahrgemeinschaften gebildet werden.

Der positive Nebeneffekt für den Geldbeutel ist auch nicht zu unterschätzen: In einer Fahrgemeinschaft werden je nach Personenanzahl mehr als die Hälfte der üblichen Fahrtkosten gespart.

Jeder, der mitmachen möchte, kann sich unter www.autofasten.de anmelden.

Neue Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten von Pendlern

mfz_nl_200801_umfrage.jpgMitfahrzentrale.de, einer der größten Anbieter von Fahrgemeinschaften im Internet, stellt die Ergebnisse der Online – Nutzerbefragung 2007 vor. Steigendes Kosten- und Umweltbewusstsein der Mitglieder, Fahrgemeinschaften als preisgünstige und zuverlässige Alternative zu Bus und Bahn und ein Anstieg der Zahl der Mitglieder aus den höheren Altersgruppen sind einige der Stichworte der Umfrage.

Im vergangenen Jahr haben alle deutschen Mitfahrzentralen einen regelrechten Boom erlebt, der nicht zuletzt auf die steigenden Spritpreise und den Streik der Lokführer zurückzuführen ist. Während des Streiks erreichte Mitfahrzentrale.de einen historischen Höchststand von mehr als 70.000 Besuchern pro Tag. Die neuen Preiserhöhungen sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei manchen Busverkehrsbetrieben, die mehr als 10 Monate angedauerte Streikphase bei den Lokführern und die enorm angestiegenen Sprit- und Autokosten haben einen Umdenkprozess bei vielen Menschen bezüglich ihres Mobilitätsverhaltens eingeleitet. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat auch die aktuelle Klimaschutzdebatte.

In diesem Kontext fand die von November bis Dezember 2007 durchgeführte Online-Umfrage von Mitfahrzentrale.de statt. Ziel der Befragung war es, neue Erkenntnisse über die Nutzerstruktur des Portals sowie über das Mobilitäts- und Fahrgemeinschaftsverhalten seiner Mitglieder zu erhalten. 860 Menschen nahmen an der Befragung teil.

Mitfahrzentrale.de auch für höhere Altersgruppen attraktiv

Die Ergebnisse der Umfrage ergaben, dass die Anzahl der über 40 – Jährigen weiter ausgebaut werden konnte. Während 2006 der Anteil der über 40 – Jährigen bei 11,42% lag, erhöhte sich dieser auf 21% in 2007. Die Mehrheit der Nutzer von Mitfahrzentrale.de (64%) ist aber zwischen 20 und 39 Jahre alt.

Immer mehr Berufstätige bilden Fahrgemeinschaften

Auch bei der Berufsstruktur ergaben sich leichte Änderungen. Die Anzahl der Berufstätigen stieg von 37,79% im Jahre 2006 auf 46% in 2007.

Umweltschutz gewinnt weiter an Bedeutung

Der Kostenaspekt spielt bei der Wahl der Mitfahrzentrale mit 77% immer noch die größte Rolle. Im Vergleich zu 2006 ist allerdings auch ein gestiegenes Umweltbewusstsein der Befragten festzustellen. Gaben 2006 noch 34,14% der Befragten den Umweltschutz als Grund für die Bildung von Fahrgemeinschaften an, so stieg diese Zahl durch die CO2-Diskussion und die Feinstaubdebatte 2007 auf 43% an.

Das immer noch unzureichend entwickelte ÖPNV-Netz in den ländlichen Gebieten, sowie die Erhöhung der Bahn- und Busticketpreise bringen alternative Mobilitätslösungen verstärkt in den Vordergrund. So stellt Mitfahrzentrale.de für 98% der Befragten eine preiswertere und flexiblere Alternative zu Bus und Bahn dar.

Im vergangenen Jahr konnte Mitfahrzentrale.de neue Zielgruppen hinzugewinnen. Neben dem Anstieg der Zahl der über 40 – Jährigen, erhöhte sich auch der Anteil der Berufstätigen an der Gesamtnutzerstruktur. Insbesondere aufgrund der hohen Spritpreise und aufgrund der gekürzten Pendlerpauschale gewinnt der Service von Mitfahrzentrale.de auch bei den Berufspendlern immer mehr an Bedeutung.

Kürzung der Pendlerpauschale verfassungswidrig

steuer_blog.jpgDer Bundesfinanzhof hat heute (23.01.2008) die gekürzte Pendlerpauschale für verfassungswidrig erklärt. Eine gute Nachricht für die mehr als 8 Millionen Berufspendler in Deutschland, denn die Entscheidung des obersten deutschen Finanzgerichts gilt als wichtiger Hinweis auf einen endgültigen Spruch der Verfassungsrichter.

Ab Januar 2007 können Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit erst ab dem 21. Kilometer von der Streuer abgesetzt werden. Aufgrund der positiven Entscheidung des Bundesfinanzhofs raten viele Lohnsteuervereine dazu, in der Steuererklärung den einfachen Weg zur Arbeit wie gehabt ab dem ersten Kilometer abzurechnen. Die Steuerzahler können dann die komplette Auszahlung des berechneten Betrags für den Weg zur Arbeit beantragen, indem sie Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen. Im Falle, dass sich das Bundesverfassungsgericht für die Verfassungsmäßigkeit der Kürzung der Entfernungspauschale ausspricht, müsste die Erstattung zurückgezahlt werden.

Arbeitnehmer, die fünf Tage in der Woche arbeiten, können bis 230 Tage ab dem ersten Kilometer abrechnen. Und wer in einer Fahrgemeinschaft fährt, kann ebenfalls 30 Cent pro Kilometer für den einfachen Weg abrechen.

Ölpreis: Was ist wichtiger: konkrete Zahlen oder energisches Handeln?

oil_blog_pixelio.jpgAlle haben es gelesen: der Ölpreis hat am letzten Donnerstag (03. Januar) die 100-Dollar-Marke pro Barrel (159 Liter) erreicht. Und alle fragen sich zu Recht, ob man das Auto weiter wie gewohnt nutzen oder ob man den Öltank im neuen Jahr wieder voll auffüllen kann. In der Presse mangelt es auch nicht an Prognosen, die diesen berechtigten Zweifeln neue Nahrung zuführen. Und durch die vielen Zahlen blickt auch keiner mehr durch.

Laut einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) droht in den kommenden zehn Jahren eine Verdreifachung des Benzinpreises. So könnte der Liter Super dann sogar vier Euro kosten. In den ersten Januartagen stieg der Benzinpreis nach Angaben des Hamburger Fachdienstes EID auf 1,40 Euro für den Liter Benzin. Das sind 4 Cent mehr als im Dezember. Diesel verteuerte sich um 2 Cent auf 1,30 Euro. Das DIW schließt eine Verdoppelung des Ölpreises auf 200 Dollar bis zum Jahr 2020 nicht völlig aus.

Der Anstieg des Ölpreises wird auch für die Mieter von Wohnungen und Häusern gravierende Auswirkungen haben. Nach Schätzungen des Deutschen Mieterbunds ist mit einem Anstieg der Heiz- und Warmwasserkosten sowohl bei Öl- als auch bei Gasheizungen um 75 bis 80 Prozent zu rechnen.

Als erstes wird nach den Schuldigen gesucht: Spekulanten, schlechte Nachrichten aus Krisenregionen, der Winter und die steigende Nachfrage. Die Gründe sind sofort ausgemacht und werden schnell mit der falschen Hoffnung verbunden, der Ölpreis würde bald sinken, sobald die kalte Jahreszeit einmal vorbei ist, die Anschläge auf die Ölfelder in Nigeria aufhören … und die Spekulanten für einige Zeit Urlaub nehmen.

Entscheidend aber für den immer höher werdenden Ölpreis ist hauptsächlich die Endlichkeit des Erdöls. Die Internationale Energieagentur IEA prognostiziert, dass die Ölreserven wegen der rasant steigenden Nachfrage in den Schwellenländern bereits im Jahr 2012 zur Hälfte verbraucht sein werden. Die dann erreichte jährliche Fördermenge ließe sich etwa 15 Jahre halten, danach wird sie zurückgehen.

Diese Szenarien können eintreten, müssen aber nicht. Das magische Spiel mit den Zahlen für den Ölpreis in zehn oder fünfzehn Jahren ändert kaum etwas an der Notwendigkeit, eine intensivierte energiepolitische Debatte zu führen. Die Verkehrs- und Energiepolitik müssen sich schon heute auf die prognostizierte Knappheit und die steigenden Energiepreise einstellen. Ohne eine „Weg-vom-Öl-Strategie“ machen sich die Volkswirtschaften zu abhängig von möglichen Lieferunterbrechungen und Preissteigerungen.

Auch ein Umdenken im Mobilitätsverhalten und Energieverbrauch jedes Einzelnen ist hier vonnöten. Die Reduzierung des energieintensiven Individualverkehrs auf den Straßen wäre hier eine mögliche Lösung – natürlich nicht die einzige. Der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel – die von Ländern und Städten ausgegebene Patentlösung – ist zwar eine die Umwelt schonende Alternative, der Geldbeutel wird dadurch aber nicht wesentlich entlastet. Warum soll ich mit der Bahn täglich zur Arbeit fahren, wenn ich für das gleiche Geld im Monat viel flexibler und angenehmer mit dem eigenen Fahrzeug zum Ziel komme? Eine Frage, die sich viele Berufspendler heutzutage zu Recht stellen. Das Umweltargument reicht hier leider nicht aus, um das Auto stehen zu lassen. Steigende Bahn- und Busticketpreise machen uns die Entscheidung auch nicht leichter. Noch weniger die Erinnerungen an den letzten Lokführerstreik.

Aus Nordrhein-Westfallen wird ein Anstieg der Zahl der Berufspendler gemeldet. Nach Berechnungen des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund ist deren Zahl in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 70 Prozent auf zwei Millionen Menschen gestiegen. Der Bürgerservice Pendlernetz NRW zeigt seit Jahren eine umweltschonende und insbesondere kostengünstigere Alternative zum öffentlichen Verkehrsnetz auf. Und das Online-Portal www.pendlernetz.de deckt das gesamte Bundesgebiet. Das Prinzip ist simpel, der Service kostenlos: Die freien Plätze im Auto auf der Internetplattform kostenlos anbieten oder selbst nach solchen suchen. Die Kostenersparnis von mehr als 50 Prozent ist bereits ab einem Mitfahrer garantiert. Der positive Nebeneffekt für die Umwelt auch.

Tickets für Bus und Bahn im VRS teurer

bus_pixelio.jpgAm 1. Januar 2008 wurden die Preise im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) um durchschnittlich 4,5% angehoben. Betroffen davon sind insbesondere Berufspendler, die regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Während die Preise für Einzelkarten fast unverändert bleiben, fällt die Preiserhöhung bei den Zeitkarten deutlich höher aus. So kostet die Monatskarte im Abo bereits 3,30€ mehr als im Vorjahr. Auch bei den Jobtickets ist eine Preiserhöhung von 4,5% zu beobachten. Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) steht für August 2008 ebenfalls eine Preiserhöhung um 5,5% an.

Ein Umstieg aufs Auto bietet sich nur dann an, wenn die Fahrtkosten geteilt werden können. Das tägliche Pendeln zur Arbeit in einer Fahrgemeinschaft mit drei oder vier Insassen trägt zu einer deutlichen Senkung der Fahrtkosten um mehr als 50% bei. Schnell und effektiv können kostenbewusste Pendler auf dem Internetportal www.pendlernetz.de kostenlos nach Menschen suchen, die täglich die gleiche Strecke fahren. Sollten Sie nicht sofort fündig werden, so geben Sie einfach ein Suchinserat auf. Unser Portal lebt von der aktiven Teilnahme aller von steigenden Benzin- und Bahnpreisen geplagten Pendlern. Viel Glück und ein stressfreies Neues Jahr!