Arbeitsplatzprogramm Bauen und Verkehr 2009

„Wir bauen für Sie und schaffen Arbeit!“ – unter diesem Motto legte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee heute in Berlin den ersten Teil des Arbeitsplatzprogramms Bauen und Verkehr vor. Für 2009 plant der Bund Ausgaben von 11,2 Milliarden Euro für Straßen, Schienen und Wasserwege. In 44 neue Bauprojekte für Bundesfernstraßen werden in den nächsten beiden Jahren 456,3 Millionen Euro investiert.

Der Löwenanteil der Gelder für den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur ist steuerfinanziert.

Smarte Mobilitätslösungen wie die Vermittlung von Fahrgemeinschaften im Internet finden leider keine Berücksichtigung im neuen Programm des Ministeriums. Doch genau solche Mobilitätsalternativen sorgen nachweislich für eine spürbare Entlastung des Berufsverkehrs. Teuere Baumaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, wie in dem Programm geplant, könnten dadurch ebenfalls stark reduziert werden.

Wie gut intelligente Vermittlungssysteme zur Bildung von Fahrgemeinschaften funktionieren, beweisen die Internetplattform zur Bildung von Fahrgemeinschaften für Berufspendler www.pendlernetz.de sowie das überregionale Portal www.mitfahrzentrale.de. Beide Portale verzeichneten in diesem Jahr einen Anstieg der Nutzungszahlen von über 30% im Vergleich zum Vorjahr.

Einen Überblick über die geplanten Baumaßnahmen des Bundesverkehrsministerium 2009 erhalten Sie hier.

Wieder Hoffnung für Berufspendler

Nach einer mündlichen Verhandlung über die Pendlerpauschale vor dem Bundesverfassungsgericht dürfen Berufspendler wieder darauf hoffen, dass auch die ersten 20 km des Arbeitsweges wieder absetzbar sind. Die Karlsruher Richter zweifelten die bisherige Regelung an. Die endgültige Entscheidung wird vermutlich noch in diesem Jahr gefällt.

Quelle: ADACmotorwelt 10/2008

Pendlernetz jetzt auch in Österreich und in der Schweiz

PendlernetzAb sofort können Berufspendler in Österreich und in der Schweiz ihre täglichen Fahrten zur Arbeit mit anderen Menschen teilen und somit die eigenen Fahrtkosten reduzieren. Auf den Portalen http://www.pendlernetz.at bzw. http://www.pendlernetz.ch haben Berufstätige seit dem ersten September die Möglichkeit, eine entsprechende Fahrgemeinschaft schnell und kostenlos zu finden.

Die Zahl der Berufspendler steigt europaweit, auch in Österreich und in der Schweiz. Das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel im Pendlerverkehr ist und bleibt der private PKW. Angesichts steigender Benzinpreise, zunehmender Umweltbelastungen und ständiger Staus sind Fahrgemeinschaften das Gebot der Stunde. Autos besser auslasten, bedeutet mehr Mobilität mit weniger Fahrten.

Die Handhabung des vollkommen kostenlosen Angebots ist einfach. Nutzer wählen auf der Karte die entsprechenden Start- und Zielorte aus und erhalten sofort eine Auflistung aller relevanten Angebote und Gesuche. Sollten sich auf bestimmten Fahrstrecken noch keine passenden Angebote finden, empfiehlt es sich, selber eine Fahrt einzustellen.

Um den Service dauerhaft kostenlos bereitstellen zu können, sucht das Pendlernetz landesweit nach Projektpartnern. „Immer mehr Unternehmen möchten einen eigenen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten. Durch die optimale Auslastung des PKW werden die Kosten und der Treibstoffverbrauch reduziert. Fahrgemeinschaften zu fördern heißt der Umwelt etwas Gutes zu tun und die finanziellen Lasten der Berufspendler zu mindern“, so Martin Buske, Geschäftsführer der EuropeAlive Medien GmbH. Das schweizerische Kosmetikunternehmen Weleda AG ist bereits regionaler Partner für den Kanton Basel-Stadt.

„Für Weleda beginnt das Engagement für die Umwelt bereits mit dem Weg zur Arbeit“, begründet der Umweltbeauftragte des Unternehmens, Andreas Ellenberger, die enge Kooperation mit dem Pendlernetz. Die in 51 Ländern tätige Firma mit weltweit 2000 Mitarbeitern verfolgt seit über 80 Jahren eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie.

Schon jetzt ist es mit dem neuen Pendlernetz möglich, auch gemeinsame Fahrten über die Grenzen hinaus nach Deutschland zu organisieren. Eine Einbindung der französischen Grenzregion ist kurzfristig vorgesehen.

Der Kreis Höxter bietet für Berufspendler einen neuen Online-Bürgerservice an

Als neuer Partner des deutschlandweiten Internetdienstes www.pendlernetz.de bietet der Kreis Höxter seinen Bürgerinnen und Bürgern einen kostenlosen Online-Service zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften an. Rund 20.000 Berufspendler aus dem Kreis Höxter legen täglich eine längere Wegstrecke vom Wohnort zum Arbeitsplatz zurück. Die meisten fahren mit dem eigenen Auto.

Pendlernetze richten sich zwar vor allem an Berufstätige und Auszubildende. Die Online-Vermittlung kann aber auch für Einkäufe und Freizeitaktivitäten genutzt werden, zum Beispiel für Fahrten zum Supermarkt oder Fitness-Studio. Gerade in ländlichen Kreisen mit vielen Ortschaften kann das Pendlernetz für das Angebot und die Suche von regelmäßigen oder spontanen Mitfahrgelegenheiten sehr gut genutzt werden.

Dem von der EuropeAlive Medien GmbH erstellten und betriebenen Pendlernetz gehören inzwischen 38 Kreise und Städte in Nordrhein-Westfalen an, die den kostenlosen Bürgerservice gemeinsam mittragen. Ziel ist nicht nur eine flächendeckende Akzeptanz des Projekts in allen Gebietskörperschaften, sondern auch eine schrittweise Einbindung privatwirtschaftlicher Projektpartner aus den jeweiligen Regionen.

Die Vorteile des Pendlernetzes liegen angesichts hoher Benzinpreise auf der Hand: In Fahrgemeinschaften lässt sich Geld sparen, nicht nur für Treibstoff sondern auch für alle PKW-Folgekosten. Durch die angestrebte Entlastung der Straßen profitiert auch die Umwelt. Mehr als 3,8 Millionen Berufspendler sind täglich mit ihrem PKW auf den Straßen in ganz Nordrhein-Westfalen unterwegs. Mehr Fahrgemeinschaften können auf lange Sicht zu einem besseren Verkehrsfluss und zu niedrigeren Schadstoffemissionen führen.

So funktioniert das neue Pendlernetz im Kreis Höxter: Einfach die Internetseite www.kreis-hoexter.de aufrufen, auf den Link „Pendlernetz“ klicken, die Registrierung durchführen und ein eigenes Inserat erstellen, Start- und Zieladresse sowie Fahrtzeiten für Hin- und Rückfahrt eingeben. Ein wenig Geduld ist erforderlich, denn nicht immer findet sich im ersten Anlauf der passende Fahrgemeinschaftspartner. Wer selbst als Fahrer oder Mitfahrer inseriert, verbessert die Chance, dass eine Fahrgemeinschaft zustande kommt. Unter Angebote und Gesuche finden sich die aktuellen Inserate.

Pendlernetz.de und SAENA kooperieren

Die Sächsische Energieagentur, SAENA GmbH, startete in Zusammenarbeit mit dem Pendlernetz-Anbieter EuropeAlive Medien GmbH am Dienstag, dem 15. Juli 2008, das Modellprojekt „Pendlernetz Sachsen“. Auf dem Internetportal www.sachsen.pendlernetz.de können sächsische Pendler kostenlos nach Fahrern und Mitfahrern suchen und eine Fahrgemeinschaft bilden.

Das sächsische Modellprojekt ist in Deutschland einmalig. Bisher gab es solche Netzwerke nur auf kommunaler oder regionaler Ebene, nicht aber flächendeckend für ein ganzes Bundesland.

Alltags- und Berufspendler können sich kostenlos unter www.sachsen.pendlernetz.de anmelden, wenn sie eine Mitfahrgelegenheit anbieten oder suchen. Mithilfe eines Formulars werden die wichtigsten Daten wie Name, Anschrift, Telefonnummer und die regelmäßige Fahrtstrecke erfasst. Über ein Passwort kann der Teilnehmer jederzeit auf seine persönlichen Daten zugreifen.

Explodierende Kraftstoffpreise machen Fahrgemeinschaften noch attraktiver

Fahren oder Nichtfahren – diese Frage stellen sich in diesen Tagen viele Menschen, die eine Tankstelle aufsuchen. Reisende und Berufspendler sind durch explodierende Kraftstoffpreise, rasant steigende Lebenshaltungskosten und durch die gekürzte Pendlerpauschale einer enormen finanziellen Belastung ausgesetzt. Manch einen kostet die Mobilität inzwischen ein Viertel des gesamten Monatslohnes. Die organisierte Mitnahme von Mitreisenden ist meistens die einzige Möglichkeit Fahrtkosten zu senken.

Besonders die über 20 Millionen Berufspendler in Deutschland müssen wegen der steigenden Kraftstoffpreise tiefer in die Tasche greifen. Experten beziffern die durchschnittlichen Mobilitätskosten mit dem PKW bei ca. 7.000 Euro pro Jahr. Nicht alle können aber auf das Fahrzeug verzichten. Dort wo die entsprechenden Verbindungen des ÖPNV fehlen, lässt sich der Weg zur Arbeit für viele nur mit dem Auto bewältigen.

Aus diesen Gründen liegt es nah, mit Leidensgenossen Fahrgemeinschaften zu bilden. Auch Reisende können somit viel günstiger ans Ziel kommen.

Am leichtesten finden sich Fahrgemeinschaften inzwischen im Internet. Die Online-Plattform Mitfahrzentrale.de bietet eine Vielzahl von aktuellen Angeboten und Gesuchen speziell für überregionale Fahrten. Seit Anfang des Jahres ist das Interesse nach günstigen Mitfahrmöglichkeiten um mehr als 10% im vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Monat April registrierten sich mehr als 13.000 neue Mitglieder.

Dass insbesondere die Berufspendler durch die enormen Preissteigerungen an der Zapfsäule betroffen sind, zeigt auch die aktuelle Entwicklung beim Online-Portal zur Vermittlung von regionalen Fahrgemeinschaften Pendlernetz.de. In den letzten zwei Wochen wurde hier ein Anstieg der Nutzerzahlen um mehr als 40 Prozent verzeichnet. Mit dem Pendlernetz finden Berufspendler eine passende Fahrgemeinschaft auch zwischen kleineren Ortschaften.