Neue Steuer gegen Spritschleudern

Ab Mittwoch, dem ersten Juli 2009 gelten die neuen Steuerregeln für PKW, wir berichteten hier. Damit wird neben dem Hubraum auch der CO2-Ausstoß mit in die Berechnung des Steuersatzes einbezogen. Mit dieser Maßnahme will die Bundesregierung einen Anreiz zum Erwerb schadstoffärmerer Fahrzeuge schaffen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Betroffen sind alle Personenkraftwagen, aber auch einige Pickups, Trucks und Quads, die ab dem 1. Juli 2009 erstmals zugelassen werden. Dabei kommen kleine Benziner mit geringem Verbrauch am Neue Steuer gegen Spritschleudern weiterlesen

Steuerbefreiung für Neuwagen

Um die kriselnde Autobranche zu unterstützen, plant die Bundesregierung ab 2009 eine Steuerbefreiung von bis zu zwei Jahren für Neuwagen, die die Schadstoffnormen Euro-4, Euro-5 und Euro-6 erfüllen. Damit reagiert man auf die Kritik vom 14. Oktober, als Automobilverbandchef Matthias Wissmann Investitionsanreize forderte, um die verunsicherten Verbraucher zum Neukauf zu bewegen.

Geplant ist eine Steuerbefreiung von zwei Jahren für die Schadstoffklassen Euro-5 und Euro-6, sowie ein freies Jahr für Fahrzeuge der Abgasnorm Euro-4. Somit fallen alle Neuwagen unter diese Regelung. Die Steuerausfälle würden 2009 etwa zwei Milliarden betragen.

Mit diesen Plänen will die Bundesregierung zum Einen die Konjunktur ankurbeln, zum Anderen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Jedoch erntet sie dafür scharfe Kritik von den Umweltverbänden, da die Steuerbefreiung unabhängig zum Spritverbrauch und der Klimaschädlichkeit gewährt werden soll.

Um die Umwelt nachhaltig zu schützen und den CO2-Ausstoß zu senken empfiehlt sich die Bildung von Fahrgemeinschaften. Eine passende Mitfahrgelegenheit finden Sie auf den Portalen MitfahrZentrale.de und Pendlernetz.de. Teilen Sie sich ein Fahrzeug und sparen Sie zusätzlich gemeinsam Kraftstoffkosten.

Gas, Biodiesel oder doch lieber Benzin?

Alternativer KraftstoffImmer noch Rekordpreise an den deutschen Tankstellen. Bei Kosten pro Liter von über 1,60€ denkt man immer öfters über Alternativen nach. Doch welche Angebote können wirklich mit Diesel, Super und Super Plus mithalten?

Der aktuelle Trend geht in Richtung Erdgas. Jährlich steigt die Anzahl der Erdgas-Fahrzeuge um ca. 40%. In Umrüst-Werkstätten freut man sich über eine stark steigende Nachfrage. Vor allem für Vielfahrer mit 30.000 bis 40.000 km pro Jahr lohnt sich der Umbau auch wirtschaftlich. Das Tankstelennetz für Erdgas wächst mit der zunehmenden Fahrzeuganzahl. Leider nicht in ganz Europa. Während in Italien das Erdgas-Tankstellennetz gut ausgebaut ist, wird an niederländischen oder belgischen Tankstellen eher Flüssiggas verkauft. In Bezug auf die Umwelt ist der CO2 Ausstoß bei Erdgas zwar geringer als bei Benzin und Co, allerdings ist Gas als fossiler Brennstoff weiterhin umweltschädlich. Der aktuelle enorme Preisvorteil ist dem geringen Steuersatz zu verdanken, der noch bis Ende 2018 erhoben wird. Ob der Preis auch in Zukunft gehalten werden kann, hängt zum einen von der Besteuerung und zum anderen vom Preis für Mineralölprodukte, an den der Erdgaspreis gekoppelt ist, ab.

Eine weitere Alternative zum Standardkraftstoff ist Biodiesel. Hier muss man allerdings vorsichtig sein. Bis August 2006 wurde keine Mineralölsteuer auf den Kraftstoff erhoben, seitdem steigt der Steuersatz, angefangen mit 9 Cent pro Liter, bis 2011 jährlich um 6 Cent. Nach Einschätzung des ADAC wird Biodiesel daher dann kaum noch eine Marktbedeutung haben.

Da lohnt es sich schon mehr, auf Biokraftstoffe der zweiten Generation zu warten, wie Biomass to liquid, die auf Basis von Holz- und Bioabfällen oder Energiepflanzen produziert werden. Mit einem Durchbruch wird dort allerdings frühestens ab 2010 gerechnet.