Kein Bahn-Börsengang vor 2013

Der schon oft verschobene Bahn-Börsengang rückt in immer weitere Ferne. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich gegen einen erneuten Versuch für einen Börsengang der Deutschen Bahn ausgesprochen. Das gilt auch für die nächste Legislaturperiode, so dass mit einem Börsengang vor 2013 nicht zu rechnen ist. Ziel des Börsengangs war es, mit dem erwarteten Verkaufserlös von rund fünf Milliarden Euro das Eigenkapital der Deutschen Bahn zu stärken und damit einen Teil der Bahnhöfe zu sanieren. Dieses Ziel kann aber auch mit dem eigenen Gewinn des Unternehmens, sowie mit Hilfe des Konjunkturpakets II (Programm zur Modernisierung von Bahnhöfen enthalten) realisiert werden.

Begründet wird das erneute Eingreifen Tiefensees zum einen mit Kein Bahn-Börsengang vor 2013 weiterlesen

Arbeitsplatzprogramm Bauen und Verkehr 2009

„Wir bauen für Sie und schaffen Arbeit!“ – unter diesem Motto legte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee heute in Berlin den ersten Teil des Arbeitsplatzprogramms Bauen und Verkehr vor. Für 2009 plant der Bund Ausgaben von 11,2 Milliarden Euro für Straßen, Schienen und Wasserwege. In 44 neue Bauprojekte für Bundesfernstraßen werden in den nächsten beiden Jahren 456,3 Millionen Euro investiert.

Der Löwenanteil der Gelder für den Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur ist steuerfinanziert.

Smarte Mobilitätslösungen wie die Vermittlung von Fahrgemeinschaften im Internet finden leider keine Berücksichtigung im neuen Programm des Ministeriums. Doch genau solche Mobilitätsalternativen sorgen nachweislich für eine spürbare Entlastung des Berufsverkehrs. Teuere Baumaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, wie in dem Programm geplant, könnten dadurch ebenfalls stark reduziert werden.

Wie gut intelligente Vermittlungssysteme zur Bildung von Fahrgemeinschaften funktionieren, beweisen die Internetplattform zur Bildung von Fahrgemeinschaften für Berufspendler www.pendlernetz.de sowie das überregionale Portal www.mitfahrzentrale.de. Beide Portale verzeichneten in diesem Jahr einen Anstieg der Nutzungszahlen von über 30% im Vergleich zum Vorjahr.

Einen Überblick über die geplanten Baumaßnahmen des Bundesverkehrsministerium 2009 erhalten Sie hier.

Mehr Durchblick im Schilderdschungel

VerkehrsschilderIn Deutschland gibt es zu viele Verkehrsschilder. Dieser Meinung ist zumindest Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Aus dessen Sicht sind „viele Verkehrsschilder überflüssig“. Deshalb sollen Anfang des nächsten Jahres insgesamt 22 Verkehrszeichen abgeschafft werden. Dazu zählen beispielsweise vor Schnee- und Eisglätte warnende Schneeflocken-Schilder, Warnschilder vor einem Ufer, vor einem Fußgänger-Überweg und vor einem Bahnübergang.

Während der ADAC diesem Plan eher kritisch gegenüber steht, befürwortet der Automobilclub von Deutschland (AvD) diesen ersten Schritt zur Lichtung des komplizierten Schilderwaldes. Lob gab es auch aus den einzelnen Bundesländern. Neben einer höheren Verkehrssicherheit spare man so auch Geld.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 600 verschiedene Verkehrszeichen. Der ADAC schätzt die Anzahl der auf den deutschen Straßen vorhandenen Schilder auf 20 Millionen, ein Drittel davon sei willkürlich aufgestellt. Die Entfernung eines Schildes innerhalb einer Ortschaft kostet etwa 40 Euro, außerhalb 50 Euro.

Es sollen aber nicht nur Zeichen wegfallen. Zum 1. Januar 2009 sind auch neun neue Verkehrszeichen geplant. Dazu zählen zum Beispiel ein Zeichen für Reiter und eins für Gespannfuhrwerke.

Neues Anti-Stau-Paket von Wolfgang Tiefensee vorgestellt

StauBundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat am vergangenen Sonntag neue Maßnahmen vorgestellt, die Staus auf deutschen Autobahnen verhindern und somit den Benzinverbrauch senken sollen. Von insgesamt 12.200 Autobahnkilometern in Deutschland sind 2500 staugefährdet, 1300 werden durch moderne, elektronische Anlagen geregelt.

Um Staus auf den verbleibenden Strecken zu verhinden, schlägt Tiefensee ein Überholverbot für LKW’s vor, ihnen soll nur noch das Fahren auf der rechten Spur erlaubt sein. Dadurch können Behinderungen für PKW’s verhindert und somit das Staurisiko gesenkt werden. Ferner sollten in Ballungsräumen auch die Standstreifen als zusätzliche Spur zur Verfügung stehen.

Als weitere Maßnahme soll die Höhe der LKW-Maut nach Uhrzeiten gestaffelt werden. Zu Stoßzeiten werden demnach höhere Gebühren verlangt als zu Zeiten mit niedrigerem Verkehrsaufkommen. „Wer unbedingt zwischen 6 und 9 Uhr am Frankfurter Kreuz unterwegs sein will, muss mehr bezahlen als der Lkw-Fahrer, der die Autobahn zwischen 9 und 15 Uhr nutzt“, kündigte Tiefensee an.

Da Baustellen der häufigste Grund für die Entstehung eines Staus sind, sollen Straßenarbeiten in Zukünft zügiger abgeschlossen werden, indem die Arbeiten ganztägig stattfinden, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Der wichtigste Antriebsfaktor für die Erstellung des Anti-Stau-Pakets sind die hohen Kraftstoffpreise. Tiefensee befürchtet, dass das Ende der Preisspirale bei Benzin noch nicht erreicht ist.

Eine effektive Möglichkeit zur Senkung der Kraftstoffkosten und zur Vermeidung von Staus ist auch die Bildung von Fahrgemeinschaften. Die enormen Benzinkosten lassen sich so durch merere Personen teilen und stellen damit nur noch einen Bruchteil der zuvor hohen Belastung für nur eine Person, den Fahrer, dar. Außerdem liegt es auf der Hand, dass bei einer Fahrgemeinschaft mit jedem Mitfahrer ein Auto weniger auf der Straße ist.