Ab dem 1. September 2009 treten mehrere Änderungen der Verkehrsschilder in Kraft, das Straßenbild in Deutschland wird sich verändern.
Die Straßenverkehrsordnung hat durchgesetzt, dass viele Schilder auf deutschen Straßen verschwinden werden, um dem Schilderwald den Kampf anzusagen.
Doch was auf den ersten Blick als deutliche Erleichterung erscheint, kann durchaus auch negative Auswirkungen haben.
So kritisiert beispielsweise der Fahrgastverband PRO BAHN, dass zukünftig unbeschrankte Bahnübergänge nicht mehr ausreichend abgesichert sein werden.
Bisher wurden Autofahrer mit einem Hinweisschild mit Schranken-Symbol darauf hingewiesen, ob sich an dem nähernden Bahnübergang Schranken befinden, oder ob selbst Ausschau gehalten werden muss, ob grade kein Zug kommt.
Dieses Verkehrsschild wurde mit mehr als 20 anderen zum September diesen Jahres abgeschafft. Stattdessen soll nun ein Schild mit Eisenbahn-Symbol vor möglichen Zügen warnen.
Der Fahrgastverband PRO BAHN schätzt die Sicherheit sehr kritisch ein und äußert außerdem noch einen weiteren Aspekt. Der Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann erklärt „Noch mehr Kraftfahrer als bisher werden glauben, gefährliche Bahnübergänge seien durch Schranken und Rotlicht gesichert und ungebremst hinüberfahren, obwohl sich ein Zug nähert. Das bedeutet mehr schwere Unfälle mit Toten und Verletzten.“
Einen Gegenvorschlag hatte der Verband auch parat: Eine Kombination aus Andreaskreuz und Stoppschild wurde gefordert. Nur so können Autofahrer ausreichend auf den gefährlichen Bahnübergang hingewiesen werden. Der Vorschlag konnte allerdings trotz Einverständnis des Bundestages nicht durchgesetzt werden, es mangelt an der Zustimmung der Bundesländer.
Bis die Frage, wie unbeschrankte Bahnübergänge in Deutschland am besten gesichert werden, geklärt ist, bleibt es Aufgabe der Autofahrer an diesen Stellen besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren.
© Bild Ernst Rose/ PIXELIO